Manchmal überfällt “es” einen aus heiterem Himmel - und heute war der Himmel heiter. Blau, lau, angenehm. Und auf dem Rückweg vom (”Mmm, Mmm I …”)-Eeeiiinkaufen hat’s mich erwischt.

Warum? Wer weiß …

Kurz vorher noch bin ich mit zwei lebhaft diskutierenden Breithosen-Trägern zusammengestoßen, als ich mit einer Tüte Katzensteu unterm Arm um die Ecke kam. Dabei hab ich ein paar Gesprächsfetzen in der hier typischen Mischung aus Fränkisch und Döner-Deutsch mitgekriegt “… und waast scho - liegt scho am Boden gell - und er noch - voll nisch korrägd - gibt noch voll weiter Faust, krass …” - Welcome to Fürth South Central.

Und was für ein Glück, dass es Fürth ist. Denn wenn man hier von einer Horde “Gangstas” gefragt wird “Ey! Was suchs’ du?” - kann man einfach sagen, was man sucht. Und dann - wird einem geholfen. Huch? “Gehsu da lang, dann zweite … nein dritte gehsu rechts, und dann siehsu” … das war übrigens meine erste überraschende Franken-Erfahrung, als ich vor ein paar Jahren in dieser Gegend auf Wohnungssuche war. Irgendwie ist hier erfreulicherweise Einiges anders als in Hamburg, Berlin oder Frankfurt.

Der Ohrwurm:

Wie dem auch sei - “Oh sorry, war ‘ma voll am waaf’n g’ween.” - “Maddonix, hab’ auch nich aufgepasst” - und da war er: Der Ohrwurm. Warum auch immer.

Die leckeren Sachen im Rucksack (lecker Buttertoast, lecker Sahnemeerrettich, lecker Lachs, nichsolecker Katzenfutter), das schöne Wetter, das wohlwollende Gegrinse - keine Ahnung - aus tiefsten Windungen meiner Erinnerung kam der blödsinnige Sommer-Tralala-Track wieder in mein Bewusstsein. Und wollte einfach nicht wieder weg.

“Iiii, I Wanna Mmm, Mmm, I …”

Nach Hause getänzelt. Elegant wie ein Elefant, vermutlich: 10 Kilo Betonit-Material (das Katzenstreu) beschränken die Bewegungsfreiheit dann doch ein bisschen. Egal. Mich kennt ja keiner. Angekommen. Miau, Miau. Raubtierfütterung … Das ging grad noch. Wenn ich welche gekauft hätte, hätte ich den Schlabberkram glatt noch mit Petersilie dekoriert. Hab ich aber nicht. Glück gehabt, ihr armen Katzen.

Aber das Elend nahm kein Ende … “Iiii, I Wanna Kad-se-klo” (Katzenklo saubermachen), “Iiii, I Wanna Kü-che-clean” (Abwaschen), “Iiii, I Wanna Rech-nung-schreib” (Papierkrieg) … Meine gesamten Bewegungs-Abläufe waren nachhaltig beeinflusst. Was macht man dagegen?

Der Holzhammer:

Eine bewährte* (wenn auch anstrengende) Methode gegen “Ohrwürmer” ist die, das betreffende Stück so oft zu hören, bis man unbedingt etwas anderes hören will. Wieder einmal war youtube.com die Rettung: Es ist beinahe egal, nach welchem Track/Dreck (whatever) man sucht - man findet ihn. Als Krönung sogar gleich noch mit Video. So auch in diesem Fall:

*ACHTUNG: Ich bin darum gebeten worden, diese Hilfsmaßnahme als “Gerücht” anzuprangern!


Herrlich. Pan-Europäischer Blödsinn. Mit (”Mmm, Mmm I …”)-Eeeiiiffelturm, einer Mords-Gaudi in Spaniel, Atomium haut Omi um, Brüssel-Rüssel, boom-boom-shake-shake, merkwürdiger Mode und allem, was sonst noch irgendwie kultig ist. Und die Brille: Ohne Worte.

Und? Geht’s jetzt wieder?

Ein eindeutiges “Nein”. Denn seit etwa zwei Stunden versuche ich, einen einigermaßen verständlichen Beitrag darüber zu schreiben, wie man xt:Commerce dazu bringt, (”I Wanna Prr, Prr”)-Preisnachlässe als Prozentwert und Differenz in der jeweils eingestellten Währung automatisch bei jedem reduzierten Preis auszugeben - und vor lauter Popowackeln bin ich immer noch nicht sehr viel weiter als bis zur Hälfte.

Aber die veränderte Datei “xtcPrice.php” funktioniert bislang prächtig und wird nach Vollendung des Beitrages auch (wie immer) als fertig bearbeitete Datei zum Download zur Verfügung gestellt werden - nur heute wird das echt nichts mehr. Tut mir ernsthaft (”… Lll, Lll”)-light.

Da mach ich lieber offiziell Feierabend und zitiere passenderweise (denn ein kaltes Zirndorfer hab ich noch) aus “Tennessee” (von Arrested Development):

“The Lord allowed me to drink some more” […] “But I am still thirsty”

Ich darf also. PROst. Oder KONTRAst. Was auch immer. In diesem Sinne: Shake-Shake. “The Future … That is House.” Na, schaumama.

 

 

Dicken Dank übrigens an Robert Hartl für seinen tauglichen Tipp, wie man YouTube-Videos à la “XHTML-Strict” in sein Weblog einbinden kann.

… und der Artikel in Sachen “Berechnung von Preisnachlässen” ist letztendlich doch noch fertig geworden.