Eigentlich ziemlich praktisch, jedoch noch ein wenig unausgereift, ist in Wordpress 2.0 der Image-Uploader, der unter dem “Beitrag-Schreiben”-Fenster zu sehen ist.

  • Geschmackssache: Hochgeladene Bildern werden in eine Ordner-Struktur gesteckt, die nicht unbedingt der entspricht, in der man vorher seine Bilder organisiert hat. Dabei werden automatisch Ordner mit Jahres- und Monatsbezeichnungen generiert. Andere Arten, seine Bilder zu sortieren (z.B. nach “Screenshots”, “Logos”, “Flyer”) o.ä. werden damit erschwert.
  • wp-content: Damit Wordpress die Bilder auch wirklich selbst “verwalten” kann, muss zudem am besten der gesamte Ordner “wp-content” via CHMOD auf #777 gesetzt werden. Manchen Usern mag es aus Sicherheitsgründen Schmerzen bereiten, “System-Ordnern” zu viele Rechte zu geben.
  • Ärgerlich: Bilder können ausschließlich in der Größe der (automatisch generierten) Vorschaubilder eingefügt werden. Ob man nun ein Vorschaubild mit Link zum Original haben möchte oder nicht - Man sieht nur eine verkleinerte Variante. Entweder tatsächlich das Thumbnail oder das Original in der Große des dazugehörigen Thumbnails. Zwar kann man das verkleinert dargestellte Bild anwählen, auf den “Insert/Edit Image”-Button (der Knopf mit dem Baum drauf) klicken, auf “Aktualisieren” drücken - und damit die Größe wieder zurücksetzen. Jedoch steht dann im HTML-Quelltext dadurch gar kein Hinweis mehr auf die gewünschte Bildgröße.

Diese und andere “Kinderkrankheiten” der 2.0er-Version sind inzwischen natürlich weitreichend bekannt und werden in Foren und etlichen Weblogs diskutiert. So findet sich zum Beispiel bei “Northern-Web-Coders” ein Vorschlag, wie dem Problem des Bildeinfügens-in-Originalgröße beizukommen ist: http://www.northern-web-coders.de/blog/archiv/2005/12/31/wordpress-20-inline-uploading

Nach Durchführen der dort beschriebenen Änderungen in der Datei “inline-uploading.php” (zu finden im Ordner “wp-admin”) läuft alles so wie gewünscht - bloß erhalten die img-Tags dann ebenfalls keine Größen-Informationen. Allerdings bot Wordpress in der Version 1.5.2 von Haus aus überhaupt keine Bildverwaltung, die man aus dem “Beitrag-Schreiben-Menü” heraus verwenden konnte - Komfortabler ist WP2.0 also trotzdem geworden.

Warten?

Mit einem Upgrade auf 2.0 für Kundenprojekte sollte entsprechend noch ein bisschen gewartet werden. Um die Präsenzen seiner Kunden leicht administrierbar zu halten, setzt gunnart. zum Beispiel auf den WYSIWYG-Editor Xinha4WP, der eine sehr ausgereifte Bildverwaltung bietet - die im Übrigen nicht nur Thumbnails generieren kann, sondern “echte” Bearbeitungsfunktionen (wie Ausschnitt wählen, Verkleinern, Drehen etc.) bietet.